Unser Dunkel wird durch sie erhellt …

Ein gelber Rest der Achtziger

Der Streber in der ersten Reihe, der Yuppie mit grundsätzlicher Disposition zu Sonderbarkeiten: Wer ist Guido Westerwelle, und warum mag ihn keiner? …

http://www.sueddeutsche.de/kultur/791/477287/text/

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Sarah Palin – Was hat sie mit uns gemacht?

… Ihre Abschiedsrede hat das dann noch mal klargemacht: Allerweltsgedanken, wie man sie in Kolumnen vergilbter Illustrierter lesen möchte, und dann den Mixstab des Wahnsinns hineingehalten. Das Manuskript liest sich, so Paul Begala, wie die „Plattenkritik des neuen Jonas-Brothers-Albums auf der Facebookseite einer Dreizehnjährigen“: Achtzehn Ausrufezeichen, manche Wörter stehen sinnfrei in Großbuchstaben, der Name ihres Sohnes in Anführungzeichen. Sie grinste, grimassierte und redete irgendwas daher, als sei sie geisteskrank, übrigens immer noch die schlüssigste Erklärung des ganzen Phänomens …

Link (F.A.Z.)

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Der Schattenmann

Niemand hat so zielstrebig Karriere in der CDU gemacht wie Philipp Mißfelder. Er ist auf dem Weg nach ganz oben, aber dafür muss er sich ständig der Kanzlerin anbiedern. Ein Bericht über den Zustand des Menschen in der Politik …

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument-druck.html?id=65489970

… Sie zu verstehn fällt uns oft schwer

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Blick in die Presse

Grundsatzdebatte im Bundestag über Achtung der Grundrechte

Die Opposition hat der großen Koalition am heutigen Freitag in der letzten Sitzung des Bundestags vor der Sommerpause vorgeworfen, mit Gesetzen etwa zu heimlichen Online-Durchsuchungen oder zur Vorratsdatenspeicherung  an die Grenzen der Verfassung gegangen zu sein…

http://www.heise.de/newsticker/Grundsatzdebatte-im-Bundestag-ueber-Achtung-der-Grundrechte–/meldung/141526

Jörg Tauss bei der Debatte über Grundrechte am 3.7.2009

http://www.youtube.com/watch?v=WqMPSmW1CPY

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Drogenbeauftragte will Onlinespiele für Jugendliche sperren

Die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) fordert, “Computerspielsucht” stärker zu untersuchen und besonders populäre Onlinespiele nur für Erwachsene freizugeben. Ob es eine spezifische Suchterkrankung bei Computernutzern tatsächlich gibt, ist unter Fachleuten aber nach wie vor umstritten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,634204,00.html

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Internetsperren – Wut über die „Zensurmullahs“

…Was derzeit im Internet zu besichtigen ist, trägt Züge eines Generationenkonflikts. Dort begehren vor allem junge Leute auf, die das Netz intensiv und selbstverständlich nutzten, die mit ihm aufgewachsen sind und aus deren Alltag es nicht mehr wegzudenken scheint…

Link (F.A.Z.)

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Datenschutz – Im Zweifel gegen den Verbraucher

Ob im Betrieb, im Internet oder beim Einkaufen – überall hinterlassen Verbraucher ihre Daten. Und auf diese haben Unternehmen auch in Zukunft Zugriff – trotz des neuen Datenschutzgesetzes. Die wichtigsten neuen Regeln im Überblick: …

http://www.sueddeutsche.de/computer/752/479245/bilder/

Ein bisschen Datenschutz – Lobbyisten verhindern schärferes Gesetz

Der Bundestag hat in seiner letzten regulären Sitzung dieser Legislaturperiode den Datenschutz verstärkt. Allerdings bleiben die Vorkehrungen des “Gesetzes zur Änderung datenschutzrechtlicher Vorschriften” klar hinter den Zielen zurück, die Bundesregierung und Datenschützer nach den letzten Skandalen wegen Datenklau im vorigen Jahr angekündigt hatten…

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1821742_Lobbyisten-verhindern-schaerferes-Gesetz.html

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Abschied vom Sozialstaat – Horrorszenario Agenda 2020

Wie wird sich der Staat sanieren? Indem er nach dem Matthäus-Prinzip wieder Sozialleistungen kürzt: Wer hat, dem wird gegeben. Wer wenig hat, dem wird auch das noch genommen…

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/662/479156/text/

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Das Parlament als Farce

Reden werden ungehalten zu Protokoll gegeben, Diskussion und Öffentlichkeit entfallen: So erledigt der Deutsche Bundestag Gesetze – und sich selbst…

http://www.sueddeutsche.de/politik/655/479149/text/

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Partei der Besserverdiener wird arm. FDP muss 4,3 Millionen Euro Strafe zahlen

Die FDP muss wegen illegaler Parteispenden des ehemaligen NRW-Vorsitzenden Möllemann 4,3 Millionen Euro Strafe zahlen. Das ist mehr, als die Partei erwartet hat…

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/partei-der-besserverdiener-wird-arm/

Ob im Betrieb, im Internet oder beim Einkaufen – überall hinterlassen Verbraucher ihre Daten. Und auf diese haben Unternehmen auch in Zukunft Zugriff – trotz des neuen Datenschutzgesetzes. Die wichtigsten neuen Regeln im Überblick: …

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10 Fragen an die Bibliothek der Karl-Marx-Universität Trier

1. Wer ist das Phantom?

2. Warum darf man in „der Bib“ nicht mal Wasser trinken?

3. Warum reden immer und überall, wo man sich grade hinsetzt, kurz danach (mindestens) 2 nervende Leute miteinander (meistens in Trierer oder Saarländer oder Letzeburscher Platt)?

4. Warum haben die Computer, auf denen man nur im BibKat nach Büchern suchen kann, einen Flachbildschirm, die Rechner im PC-Pool aber Röhrenbildschirme?

5. Warum haben die Kennbuchstaben der Bücher (z.B. sb oder t) nichts mit den Buchstaben der Fächer (z.B. Politik oder Wirtschaftswissenschaften) zu tun?

6. Warum geht immer mindestens ein Drucker nicht? Immer!?!

7. Warum gibt es in einem Kopiererraum immer nur einen Kopierer für Münzgeld, wobei immer auch mindestens ein Kopierer nicht geht?

8. Warum sind die Kopiererräume im A- und B-Teil immer überfüllt, bei den Wirtschaftswissenschaften ist aber nie jemand?

9. Warum erkennt man auf dem Weg zum Kopierer bei den Wirtschaftswissenschaften jeden BWL-Schnösel allein schon an seinem Äußeren und muss also an seinen Vorurteilen festhalten?

10. Warum stelle ich diese Fragen, anstatt mein Referat vorzubereiten?

800px-Uni_Trier_-_UBBildquelle: Wikipedia / http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

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CDU beschließt Wahlprogramm – ohne Parteitag

Was wird in denn der CDU überhaupt noch abgestimmt (wenn schon nicht das Wahlprogramm)?Es wurde beschlossen, wurde es überhaupt abgestimmt? Es gab jedenfalls keinen Parteitag.

Und auch nach der Wahl soll es auch keinen Parteitag geben.  Weder für das Programm noch für mögliche Koalitionen wird innerparteiliche Demokratie wohl als notwendig erachtet. Und was ist eigentlich mit den einfachen Mitgliedern (gut, das betrifft noch mehr Parteien…)

Und was steht nun in dem Wahlprogramm?

–  Steuern senken – und mit welchem Geld? Gut, es gab ja auch den Vorschlag, die ermäßigten Mehrwertsteuersätze auf Nahrungsmittel u.a. massiv zu erhöhen – was zu einer überproportionalen Belastung der unteren Einkommensgruppen führen würde. Also weiterhin eine Umverteilung von unten nach oben wie in den letzten 25 Jahren. Aber der übliche Stammtisch-CDU-Wähler wird wieder drauf anspringen.

– Abbau der Bürgerrechte und Ausbau des Überwachungsstaates

– Zensur des Internets, stärkerer  Kampf gegen die “Internetkriminalität”. Das Stufenmodell Großbritanniens und Frankreichs, nach dem nach 3 Urheberrechtssverstößen der Internetzugang gesperrt wird, ist zwar aus dem offiziellen Wahlprogramm verschwunden, darauf, dass der Plan tatsächlich fallen gelassen wurde, deutet jedoch wenig hin.

– und eine klare Aussage zu Gunsten der FDP – wenigstens etwas.

Was davon außer dem Überwachungsstaat, wo man ja im Moment dabei ist,  sie nun tatsächlich umsetzen will (und wie), bleibt unklar.

Was sonst noch? Die SPD will die Koalition nicht riskieren, auch wenn das Bundesverfassungsgericht sagt, dass das jetzige Wahlrecht verfassungswidrig ist. Nunja.

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Che – Revolución

Am Sonntag habe ich den Film „Che – Revolución“, den ersten von zwei Filmen von Steven Soderbergh über Che Guevara, gesehen.

Etwas enttäuscht war ich schon. Der Film insgesamt ist ganz in Ordnung, aber irgendwie will nicht recht Spannung aufkommen.

Zunächst sieht man, wie Che 1956 in Mexiko Fidel Castro trifft und sich entschließt, an der kubanischen Revolution teilzunehmen. Für mich relativ kurze einzelne Szenen der Revolution auf Kuba zwischen 1956 und Januar 1959, oft einzelne Gefechte u. ä., lassen fast nie eine wirkliche Dramatik entstehen. Zudem sind manche Szenen, die wohl das „Alltagsleben“ der Revolutionäre darstellen sollen, wirklich unnötig. Zwischen diese Szenen sind ein Interview Ches und eine Rede vor der UN in New York 1964 nachgestellt und  in schwarz-weiß hineingeschnitten. Diese geben einige von Guevaras Gedanken recht anschaulich wieder -außer durch diese Aussagen bekommt man insgesamt relativ wenig Einblick in die Beweggründe Guevaras. Jedoch wäre manchmal auch eine kurze Schilderung der Ereignisse zwischen den jeweils im Film dargestellten hilfreich gewesen. Der Film folgt fast ausschließlich Che und seinen Soldaten. Es fehlt die Sicht auf die Gegenseite. Auch wäre es schön gewesen, mehr von den Aktionen Castros zu sehen (auch wenn Che nicht dabei war), allem voran natürlich der Einzug in Havanna. Relativ ausführlich wird die Schlacht um Santa Clara geschildert, der Film endet mit der Fahrt Guavaras nach Havanna am 2. Januar 1959.

Benicio del Toro macht seine Sache als Hauptdarsteller wirklich gut (auch wenn er eigentlich zu alt aussieht). Demián Bichir als Fidel Castro übertreibt etwas in der Gestik (und sieht Castro kaum ähnlich). Überzeugen kann noch Santiago Cabrera als Camilo Cienfuegos, die anderen Darsteller agieren eher unauffällig.

Bei den vielen Kampfszenen und anderen Szenen im Dschungel ist Guevara relativ selten richtig nah gefilmt. Die Schnitte sind typisch für Soderbergh etwas zu hektisch (auch wenn wikipedia sagt : unaufgeregt… hmm….). Schwachpunkt ist die Musik. Langweilige Trommelrhythmen, keine Musik mit Melodien, wenig Wiedererkennungswert. Etwas pathetischer hätte es da schon sein können…

Für Benicio del Toro ist nicht der gewohnte Synchronsprecher (Thorsten Michaelis), sondern Wolfgang Wagner, daher etwas gewöhnungsbedürftig. Die relativ hohe Stimme des Sprechers (Uwe Büschken) für Demián Bichir (Fidel Castro) passt überhaupt nicht, auchstimmen (aufgeregte) Gestik und (gelangweilte) Stimmlage nicht überein (keine guten schauspielerischen Qualitäten des Sprechers).

Dass der Film eine politische Position einnimmt, kann man denke ich nicht sagen. Der Film stellt die historischen Ereignisse weitgehend ohne Wertung dar. Die Figuren sind für mich nicht übertrieben gezeichnet, nicht dämonisiert oder heroisiert – auch wenn man von der anderen Seite wenig sieht. Guevaras Ttigkeit als Arzt, sein Engagement für Alphabetisierung und Bildung sowie soziale Überzeugungen (Beispiel Agrarreform) und der Sinn nach Gerechtigkeit werden ebenso gezeigt wie jedoch auch die negativen Seiten wie Erschießungen oder die Zerstrittenheit einzelner Gruppierungen während der Revolution.

Beim Treffen mit Castro 1956 sagte Guevara, er werde an der Revolution teilnehmen, wenn er sie danach nach ganz Lateinamerika tragen könne. Um das Scheitern dieses Versuchs wird es im zweiten Film „Che – Guerilla“ gehen …

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Das Blog von Markus Weber

Markus
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“Wenn ein solcher nun wieder hinunterstiege und sich auf denselben Schemel setzte: würden ihm die Augen nicht ganz voll Dunkelheit sein, da er so plötzlich von der Sonne herkommt? – Ganz gewiß. – Und wenn er wieder in der Begutachtung jener Schatten wetteifern sollte mit denen, die immer dort gefangen gewesen, während es ihm noch vor den Augen flimmert, ehe er sie wieder dazu einrichtet, und das möchte keine kleine Zeit seines Aufenthalts dauern, würde man ihn nicht auslachen und von ihm sagen, er sei mit verdorbenen Augen von oben zurückgekommen und es lohne nicht, daß man auch nur versuche hinaufzukommen; sondern man müsse jeden, der sie lösen und hinaufbringen wollte, wenn man seiner nur habhaft werden und ihn umbringen könnte, auch wirklich umbringen?

Was ich wenigstens sehe, das sehe ich so, daß zuletzt unter allem Erkennbaren und nur mit Mühe die Idee des Guten erblickt wird, wenn man sie aber erblickt hat, sie auch gleich dafür anerkannt wird, daß sie für alle die Ursache alles Richtigen und Schönen ist, im Sichtbaren das Licht und die Sonne, von der dieses abhängt, erzeugend, im Erkennbaren aber sie allein als Herrscherin Wahrheit und Vernunft hervorbringend, und daß also diese sehen muß, wer vernünftig handeln will, es sei nun in eigenen oder in öffentlichen Angelegenheiten.”

aus:  Platon – Politeia

Platons Höhlengleichnis
Platons Höhlengleichnis
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