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Ein Weblog über die Politik, die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Medien

Kampagnenjournalismus zur Wahl in Hamburg

Veröffentlicht am 20. Februar 2011 um 23:41 Uhr von Guardian of the Blind

In der Berichterstattung der Mainstream-Medien zur Bürgerschaftswahl in Hamburg kann man wieder einmal deutlich Elemente von neoliberalem Kampagnenjournalismus erkennen:

Jörg Schönenborn meint in den “Tagesthemen extra” zwar einerseits, dass für das Ergebnis der Wahl in Hamburg vor allem hamburg-spezifische Fragen und weniger bundespolitische ausschlaggebend waren (daran mag etwas dran sein: anders ist kaum zu erklären, dass die FDP erstmals seit 7 Jahren wieder die 5-Prozen-Hürde schaffte). Andererseits macht er den Wahlerfolg der SPD zum Sieg der politischen Mitte über die Linke. Auch in den Tagesthemen spricht er von “Politik für die Mitte” statt linker Politik, Wirtschafts- statt Sozialkompetenz. ZDF-Chefredakteur Peter Frey, der schön öfter durch Anti-Links-Kampagnenjounalismus aufgefallen ist, begrüßt es im “heute journal” mit einem Gewinnerlächeln, dass sich Scholz weder von Hartz IV noch der Agenda 2010 distanziert hat. Maybrit Illner will Scholz im heute journal gar nahelegen, nächster Kanzlerkandidat der SPD zu werden.

Auch in den Zeitungen wird die selbe Schine gefahren, etwa in der Springer-Presse (auch diese spricht von Scholz als Kanzlerkandidatem), im Focus oder auch in verschiedenen kleineren Blättern. Die Worte, die dabei von Medien wie auch von Scholz exzessiv verwendet werden, sind vor allem “Pragmatismus” und”Wirtschaftskompetenz”.

Die Speicherstadt in Hamburg

Was dazu genügt, auch als SPDler von den Medien geliebt zu werden, ist klar: die “richtige”, also wirtschaftsliberale Einstellung (siehe auch Schröder, Steinmeier, Steinbrück), möglichst ohne zu feste politische moralische Überzeugungen (“pragmatisch”). Auch die Ziele und Elemente dieser Kampagne sind klar, weil tagtäglich erlebt: die SPD mit allen Mitteln auf den “Neue Mitte”-/ Agenda-Kurs  (im Neusprech als “die MItte gewinnen” o.ä.) zu halten. Wetten, dass nach  eventuellen Wahlerfolgen der SPD in Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg das Medienecho deutlich verhaltener ausfallen wird?

11 Kommentare

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Trackback von Arnold Melm
Am 20. Februar 2011 um 23:43 Uhr

RT @h0mersimps0n: Neuer Blogpost: Kampagnenjournalismus zur Wahl in Hamburg http://bit.ly/fLJK5Q #wahlhh

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Trackback von vera boehmer
Am 21. Februar 2011 um 00:01 Uhr

RT @countUP: RT @h0mersimps0n: Neuer Blogpost: Kampagnenjournalismus zur Wahl in Hamburg http://bit.ly/fLJK5Q #wahlhh

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Kommentar von AlterKnacker
Am 21. Februar 2011 um 00:27 Uhr

Darauf kann ich nur mit einem eigenen Beitrag antworten, den ich aber hier nicht verlinken will, sonst heisst es wieder, ich würde nur UNSERE Seite promoten.

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Kommentar von Guardian of the Blind
Am 21. Februar 2011 um 00:31 Uhr

Ach, wenn das zum Thema ist, dann geht das schon.

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Trackback von Manni Meier
Am 22. Februar 2011 um 14:20 Uhr

Kampagnenjournalismus zur Wahl in Hamburg | Guardian of the Blind http://bit.ly/gggv9P

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Trackback von Heinz Bock
Am 22. Februar 2011 um 14:20 Uhr

Kampagnenjournalismus zur Wahl in Hamburg | Guardian of the Blind http://bit.ly/gggv9P

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Trackback von Kai Keiner
Am 22. Februar 2011 um 14:20 Uhr

Kampagnenjournalismus zur Wahl in Hamburg | Guardian of the Blind http://bit.ly/gggv9P

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Trackback von florian ebbok
Am 22. Februar 2011 um 14:20 Uhr

Kampagnenjournalismus zur Wahl in Hamburg | Guardian of the Blind http://bit.ly/gggv9P

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Trackback von wut buerger
Am 22. Februar 2011 um 14:20 Uhr

Kampagnenjournalismus zur Wahl in Hamburg | Guardian of the Blind http://bit.ly/gggv9P

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Kommentar von Hamburger
Am 22. Februar 2011 um 17:15 Uhr

…anders ist kaum zu erklären, dass die FDP erstmals seit 7 Jahren wieder die 5-Prozen-Hürde schaffte)…

Das könnte interessant sein:
http://luzifer-lux.blogspot.com/2011/02/hamburgwahl-sorgte-milchmadchenrechnung.html

11

Kommentar von Guardian of the Blind
Am 22. Februar 2011 um 21:42 Uhr

Hm, ich sehe da nur, dass jemand Kumulieren und Panaschieren nicht verstanden hat.

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