Guardian of the Blind

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Ein Weblog über die Politik, die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Medien

Politischer Kindergarten: Trierer FDP will nicht mehr mit den Grünen spielen

Veröffentlicht am 6. April 2011 um 20:32 Uhr von Guardian of the Blind

Normalerweise schreibe ich ja eher nicht über Lokalpolitik, aber das ist einfach zu schön:

Die Trierer FDP lässt die hier bestehende Ampel-Koalition im Stadrat platzen, wie der Fraktionschef Gilles den Fraktionen von SPD und Grünen am Montagabend in einer kurzen Mail mitteilte. Und warum? Die örtliche Zeitung “Trierischer Volksfreund” schreibt dazu:

Einen Grund gibt Gilles in seiner Mail nicht an, bezieht sich aber auf den Abend der Landtagswahl. Die Grünen hatten bei ihrer Wahlparty spontan gejubelt, als die erste Hochrechnung über den Bildschirm lief und feststand, dass die FDP den Einzug ins Landesparlament verpasst hatte. Sie hätten das als „Häme“ empfunden, teilte Gilles den Grünen vorige Woche per Mail mit.

Das Jubeln der Grünen bei ihrer Wahlfeier in kleinem Kreis sei, so Gilles,  “durch nichts zu entschuldigen, die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bündnis zerstört”.

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In eigener Sache: Neue Wege

Veröffentlicht am 3. April 2011 um 02:33 Uhr von Guardian of the Blind

Künftig werden Stefan Sasse (Oeffinger Freidenker / Geschichtsblog), Frank Benedikt von binsenbrenner.de und ich bei Jens Berger auf dem Spiegelfechter mitarbeiten.

Frank, Stefan und ich hatten schon vorher auf binsenbrenner.de zusammengearbeitet und haben bereits länger angedacht, ein politisches Web-Magazin mit Beiträgen mehrerer Autoren herauszugeben – zusammen den Spiegelfechter personell unterstützen zu können, erschien uns da dann auch eindeutig als das denkbar Beste.

Politisch sind wir dort nahe genug beeinander, um grundsätzliche Ziele und Überzeugungen zu teilen – aber nicht zu nah, dass wir immer nur das Gleiche schreiben. ;-)

Künftig werden Artikel von mir also öfter beim Spiegelfechter erscheinen. Diese werden aber auch immer hier verlinkt und außerdem auch andere (vor allem kleinere oder lustige) Beiträge auf Guardian of the Blind veröffentlicht werden.

Ich danke allen Lesern von Guardian of the Blind und hoffe, dass ihre Gunst hier und auch auf der neuen Adresse erhalten bleibt! :-)

Markus Weber


Links:

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5509/der-spiegelfechter-kriegt-nachwuchs

http://www.binsenbrenner.de/wordpress/2011/04/02/in-eigener-sache-veranderungen-und-fruhjahrsputz/

http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2011/04/in-eigener-sache.html

Der SPIEGEL jetzt auch unter EhemaligesNachrichtenmagazin.de erreichbar

Veröffentlicht am 1. April 2011 um 06:03 Uhr von Guardian of the Blind

Der SPIEGEL wird, vor allem im Internet, ja gerne mal als “ehemaliges Nachrichtenmagazin” bezeichnet. Damit will man auf den massiven Qualitätsabfall des einstigen “Sturmgeschützes der Demokratie” hinweisen.

In dessen Redaktion aber scheint man tatsächlich Humor zu haben und zu Selbstironie fähig zu sein. Oder hat man da etwas nicht richtig verstanden?

Was auch immer dahinter stecken mag, auf jeden Fall ist die Homepage von SPIEGEL ONLINE jetzt auch unter der Adresse http://ehemaligesnachrichtenmagazin.de/ erreichbar.

Aufgelesen

Veröffentlicht am 29. März 2011 um 15:47 Uhr von Guardian of the Blind

“Nichteinmischung”: Ein schmutziges Wort

Veröffentlicht am 29. März 2011 um 12:06 Uhr von Guardian of the Blind

Von Uri Avnery

Uri Avnery

Donnerstagabend (gemeint ist der 17.03.2011, Anmerkung Guardian of the Blind) konnte ich an nichts anderes als an Libyen denken. Zuerst hörte ich die bluttriefende Rede von Muammar Gaddafi, in der er versprach, innerhalb weniger Stunden Benghasi zu besetzen und ein Blutbad  unter den Rebellen anzurichten. Ich war äußerst besorgt und sehr wütend auf die internationale Gemeinschaft, besonders auf die USA, die tage- und wochenlang kostbare Zeit mit leeren Phrasen vergeudeten, während der Diktator Libyen Stück um Stück zurückeroberte.

Dann war da das fast unglaubliche Bild des UN-Sicherheitsrates, der innerhalb einer Stunde einberufen war, auf Reden verzichtete und  die Resolution ohne Opposition annahm, die zu einer militärischen Intervention aufrief. Die Szene, die auf Benghasis Hauptplatz folgte und über Al-Jazeera live ausgestrahlt wurde, erinnerte mich an den Mugrabi-Platz in Tel Aviv am 29. November 1947, kurz nachdem die UN-Vollversammlung die Resolution über die Teilung Palästinas zwischen einem jüdischen und arabischen Staat angenommen hatte. Die Freude und die Erleichterung waren vollkommen.

Das Zögern der USA und anderer Länder, militärisch in Libyen zu intervenieren, war skandalös. Mehr als das – es war ungeheuerlich. Mein Herz ist mit dem libyschen Volk (tatsächlich bedeutet „libi“ auf hebräisch „mein Herz“.)

Für mich ist „Nichteinmischung“ (”non-intervention”) ein schmutziges Wort. Es erinnert mich an den Spanischen Bürgerkrieg, der stattfand, als ich noch sehr jung war. 1936 wurde die spanische Republik und das spanische Volk brutal von einem spanischen General, Francisco Franco, mit aus Marokko importierten Söldnern angegriffen. Es war ein sehr blutiger Krieg mit unsäglichen Grausamkeiten. Franco wurde  entscheidend von Nazi-Deutschland und dem faschistischen Italien geholfen. Die deutsche Luftwaffe terrorisierte spanische Städte. Das Bombardement der Stadt Guernica wurde durch ein Gemälde von Pablo Picasso verewigt. (Man erzählt sich die Geschichte, dass, als die Nazis ein paar Jahre später Paris besetzten,  sie wütend über das Gemälde waren  und  Picasso anschrieen: „Hast du das getan?“ „Nein!“ antwortete er ruhig, „Das wart ihr!“)

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Aufgelesen

Veröffentlicht am 25. März 2011 um 20:32 Uhr von Guardian of the Blind

Aufgelesen

Veröffentlicht am 23. März 2011 um 20:28 Uhr von Guardian of the Blind

Trier braucht Dich: Nazis die Suppe versalzen!

Veröffentlicht am 23. März 2011 um 17:07 Uhr von Guardian of the Blind

Am 26. März wollen bundesweit zusammengetrommelte Neonazis, organisiert durch die NPD, unter dem Motto „US-Kriegsbasis abwählen – Frieden jetzt“ durch Trier marschieren.

Konkreter Anlass ist ein Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dass gerade die durchweg militaristischen FaschistInnen, die keine Gelegenheit auslassen, die Kriegsverbrechen der deutschen Armee im zweiten Weltkrieg zu leugnen oder das Soldatentum zu glorifizieren, vorgeben für Frieden einzutreten, spottet jeder Beschreibung. Das Bündnis gegen Rechts Trier sagt dazu: Lassen Sie sich von der Fassade nicht täuschen, die NPD ist eine zutiefst faschistische Partei!

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Zensur beim ZDF? (UPDATE 4)

Veröffentlicht am 19. März 2011 um 00:42 Uhr von Guardian of the Blind

Die “heute show” im ZDF wurde heute abend plötzlich abgebrochen. Michael Mittermeier hatte in einem Gespräch mit Oliver Welke über Atomkraft einige – sagen wir – nicht ganz jugendfreie Bemerkungen zu “Atomkraftfetischisten” (eine Anspielung auf eine Aussage von Markus Söder) gemacht. Sie scherzten noch in der Richtung, ob das jetzt zu viele derartige Ausdrücke waren. Plötzlich brach die Sendung ab, es gab ein schwarzes Bild, und dann kam unvermittelt die nachfolgende Sendung “aspekte” – präsentiert ausgerechnet vom Atomkraftbefürworter Wolfgang Herles.

http://www.youtube.com/watch?v=fv-NZ1akLAk

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Keine Solidarität mit Diktatoren!

Veröffentlicht am 18. März 2011 um 16:40 Uhr von Guardian of the Blind

Sitzungssaal des UN-Sicherheitsrates (1)

Der UNO-Sicherheitsrat hat eine Resolution beschlossen, die die Mitgliedsstaaten beauftragt, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um Zivilisten in Libyen zu schützen. Er hat sie auch ermächtigt, notfalls auch mit militärischen Mitteln (außer dem Einsatz von Bodentruppen) eine Flugverbotszone über Libyen einzurichten. 10 Länder stimmten für die Resolution. Russland, China, Indien, Brasilien und Deutschland enthielten sich.

Die Positionen in Deutschland sind nun zweigeteilt – und auf beiden Seiten von ziemlich starken Emotionen geprägt: Die einen sprechen von kriegslüsternen Bellizisten, die anderen von realitätsfremden Radikalpazifisten. Dabei ist die Sache längst nicht so einfach: Weder scheint es angemessen, die Morde und Verbrechen von Gaddafi und seinen Schergen als “in der Souveränität eines Staates liegend” zu verharmlosen, noch ist jedes Vorgehen und jedes Opfer recht, um “den da endlich wegzukriegen”. Die beiden möglichen Vorgehensweisen – ein militärisches Eingreifen oder das Verbleiben bei anderen Sanktionsmöglichkeiten – beide bieten
Chancen und Risiken, beide haben moralische Rechtfertigungen.

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